DialogTour: Miteinander leben – voneinander lernen

Nachdem die Dialog-Tour mit CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bereits am Dienstagabend das Saarland erreichte, stand am Mittwoch der Besuch eines Mehrgenerationenhauses in Saarbrücken auf dem Tourplan. Mit rund 350.000 ehrenamtlich Tätigen, das sind immerhin ein Drittel der Bewohner, hat sich bürgerliches Engagement längst zu einem Markenzeichen des Saarlandes entwickelt, betonte Saarlands CDU-Generalsekretär Stephan Toscani  Das zeigt: Das Saarland habe viel mehr zu bieten als die oft nur beschriebenen Kohle und Stahl sowie die Nähe zu Frankreich.

 

Im saarländischen St. Wendel startete Wilma Ganz im Jahr 2005 ein ganz besonderes Projekt: Gemeinsam mit acht Mitstreitern versuchte die Fünfundsiebzigjährige, ihre Leidenschaft, das Lesen, in den Grundschulen des Landes auf die Schüler zu übertragen. In den gemeinsamen Stunden am Nachmittag wurde versucht, interessante Bücher zu finden, die den Kindern gefallen, „um ihre Leselust zu wecken”. Positiver Nebeneffekt: Insbesondere Migrantenkinder fanden einen Zugang zur Literatur und merkten, wie wichtig das Lesen für das Erlernen der deutschen Sprache ist. „Und es war einfach toll, direkt auf die Schüler zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen”, berichtet die Seniorin stolz.

 

Ihre Tätigkeit ist nur ein Beispiel für die Bereitschaft der Bürger, sich gesellschaftlich zu engagieren. Egal ob haushaltsnahe Dienstleistungen, Internetschulungen für Senioren oder Gesangsgruppen – eine große Herausforderung ist es, die vielfältigen Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements zu koordinieren. Diese Aufgabe übernimmt in Saarbrücken die Landesarbeitsgemeinschaft pro Ehrenamt. “Schließlich dürfen wir dieses große Potential nicht verspielen”, bekräftigte Hans Joachim Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, während der Gesprächsrunde mit Ronald Pofalla in der gemütlichen „Kaffe Stubb”

Ronald Pofalla zeigte sich angesichts seines Besuchs beeindruckt von der Umsetzung der vielen Projekte. Insbesondere Mehrgenerationenhäuser wie in Saarbrücken seien unerlässlich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. “Gerade die Älteren besitzen eine Lebenserfahrung, von der die Jüngeren profitieren können”, so der CDU-Generalsekretär.

 

Die Mehrgenerationenhäuser fördern mit ihren vielfältigen Angeboten eine generationenübergreifende Mithilfe. Aus dem “Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser” des Bundesfamilienministeriums existieren inzwischen 500 dieser Häuser in ganz Deutschland.

 

Text: http://www.dialog-tour.cdu.de/?p=525#more-525

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