Berlin soll leuchten lautet die Überschrift zu einer neuen Kampagneninitiatie des Volksbegehrens Freie Wahl. Im Begründungstext heißt es:
„Am 26. April können Sie entscheiden, ob Berliner Eltern und Schüler in Zukunft die Freiheit haben, zwischen Religions- und Ethikunterricht zu wählen. Für uns eine Frage der Ehre für die Stadt der Freiheit Berlin. Um dem Volksentscheid „Pro Reli“ die angemessene Bedeutung und Aufmerksamkeit zu geben, haben wir die Aktion „Berlin soll leuchten“ ins Leben gerufen.
Bitte entzünden auch Sie ein „Licht der Freiheit“ auf dieser Seite, indem Sie sich ganz einfach registrieren. Ihr Licht wird dann auch auf dieser Karte erscheinen und damit die große Zustimmung der Berliner Bevölkerung für die Einführung des Wahlrechts wie in allen anderen Bundesländern dokumentieren.“
Für die Aktion kann man sich auf der Internetseite von Pro Reli e.V. eintragen:
http://www.freie-wahl.de/
Abgelegt unter : Aktionen | Mit Tag(s) versehen: 26.04, 26.April, Freie Wahl, pro reli
Hier eine kleine Umdichtung des Liedes “Aurélie” der Berliner Gruppe Wir sind Helden:
Pro Relis Ziel ist ohne Frage sehr charmant
Und wenn sie schwärmen und bekehren hat man sicher schon erkannt
diese ganzen Religionen
in den 12 Bezirksregionen
fordern auch den Blick mal übern Tellerrand.
Doch Pro Reli kapiert das nie
Jeden Bürger bat sie nun,
die Unterschrift dazu zu tun.
Pro Reli, so klappt das nie,
ihr erwartet zwar nicht viel,
doch was ihr wollt ist nicht das Ziel!
Pro Reli, die Christen mögen dich hier sehr
Und in der Kirche unterschreibt dir jeder hinterher
Doch was bringt diese Separierung
getrennt nach Konfessierung?
Du mußt wissen, Ethik bringt da mehr.
Ach Pro Reli, in Berlin braucht man eben heute
Akzeptanz von allen Leuten
für den ganzen Reli-Zauber
dieser aller Andersglauber
Da sind eure Stimmen nun die falsche Beute
Pro Reli, so klappt das nie,
ihr erwartet zwar nicht viel,
doch was ihr wollt ist nicht das Ziel!
Pro Reli, so einfach ist das eben nicht!
In Berlin hat Glauben noch ein anderes Gewicht
Durch die ganzen Immigranten
mit ihrer Religion, der Unbekannten
Doch das sieht man eben nicht, wenn man nur unter sich beschwicht.
Ach, Pro Reli, du sagt, ich solle dir erklären
Wie in aller Welt soll man die Berliner denn belehr’n?
Jeder besucht das selbe Fach,
und bekommt vorm anderen Acht!
Und wer will kann sich dann noch in der Kirche seiner Wahl bekehren!
Pro Reli, so klappt das nie,
ihr erwartet zwar nicht viel,
doch was ihr wollt ist nicht das Ziel!
[Anmerkung: auf dieser Berlin-Karte wurden zahlreiche Licht durch die Initiative wieder gelöscht!
„Licht der Freiheit“ definiere ich anders als Vertreter von „Pro Reli“. Bildung und (Werte-)Erziehung wäre notwendig, um die nachfolgende Generation für ihre Aufgaben vorzubereiten.
Es sei eine Frage der Ehre für die Stadt Berlin(?), …
Ich denke deutlich unter der Gürtellinie eines denkenden Menschen; … zumahl bereits der Ansatz des Volksentscheides Möglichkeiten zur Verbesserung ausschließt.
Ich habe gegen „Pro Reli“ gestimmt, …
- da ich in einem wachsenden Einfluß der Religion keine Alternative sehe!
- da ich nicht möchte, daß sich der Staat aus seiner Verantwortung um Bildung und Erziehung zurückzieht!
Traurig jedoch der Aspekt, daß leider so mancher das am 26.04.2009 erzielte Ergebnis als gewolltes Ziel einer Bildungspolitik hinstellen wird.
Es hat wenig mit Demokratie zu tun, wenn Alternativen eines Volksentscheides der Wahl zwischen Cholera und Pest gleichen.
MfG J. Hoffmann